Nika

Sommernacht

Du warst die warme Sommernacht

Ich fühlte wie du mich umarmtest

Umhülltest mich und küsstest meinen

Geist – mein Fleisch und Haut durchdringend

Wie schwarz gefärbte süße Leinen

Getränkt in Öl, mir wärme bringend

Mich in weiche Hüllen rahmend

Zart die Trägheit überspannend


Dann blicktest du in meine Augen

alles überstrahlend, wie Kugelsternhaufen

Glanzvoll, umrahmt von Dunkelheit

Den schwarzen Löchern in deren Zentren

Kam ich zu nahe, sie sogen mich ein

In ihren Orbit gefüllt von Unmengen

Photonen, die mich umkreisten wie Engel

Deren rauschender Ring mir mein Selbst offenbarte

Mir die bewölkte Seele aufklarte


Die Perlen aus Licht, sie schossen vorbei

Rieben sich an meinem zarten Leib

Zersprangen beim Aufprall und setzten in Flammen

das Kleid das ich trug, aus öligen Leinen

die Brunst wärmte mich als ich aufging in Licht

Das Prickeln der Haut überzog mein Gesicht

Und als deine Lippen auf meinen lagen

Schloss ich meine Augen, die Schwerkraft versagte

Schwebend in dunkler Leichtigkeit

Fand ich mich wieder, in Sicherheit